Selbst auf dem steilsten Weg kann die Hoffnung Wurzeln schlagen…

Nach Marias Tod mussten wir uns irgendwie beschäftigen, um nicht verrückt zu werden. Edith, meine Schwester, kam auf die Idee Steine mit Herzerl zu bemalen und den Leuten mit in den Urlaub zu geben, damit die „Maria-Steine“ auf der ganzen Welt verteilt werden. Maria liebte Herzerl. Wir wurden beim Malen immer kreativer und haben begonnen, die Steine gegen freie Spenden zu verkaufen.

2004 bot uns die Gemeinde eine Hütte für den Weihnachtsmarkt an. Familie und Freunde halfen uns beim Basteln oder schenkten uns Sachen, die wir dann verkaufen konnten. 

Seit einigen Jahren mache ich auch die Damenspende für die FF-Oberwaltersdorf und die FF-Schönau im Namen der Kinder-Krebs-Hilfe. Außerdem bekommt Maria jedes Jahr zum Geburtstag und zu Weihnachten Geldgeschenke. So haben wir es im Laufe von 14 Jahren auf einen Spendenbetrag von rund 80.000,- Euro gebracht, die der Kinder Krebs Hilfe Elterninitiative zu Gute kommen.

 Wenn man so einen Verlust nicht selbst erlebt hat, ist es bestimmt schwer zu verstehen, dass der Schmerz nach so vielen Jahren immer noch da ist und ich weiß, dass er mich bis zu meinem Lebensende begleiten wird und das ist auch gut so. Ich werde mein Kind immer vermissen, egal wie viele Kinder ich noch habe und wie viele Jahre auch noch vergehen werden. Es ist das Einzige, was ich für Maria tun kann – sie unvergessen zu machen und ihr so ein Denkmal zu setzen. Und wie man sieht gelingt es mir! 

Ich möchte gerne meiner Schwester danken, ohne die ich diese Zeit wahrscheinlich nicht überstanden hätte. Sie ist die Taufpatin von Maria und war während der Erkrankung und danach immer für uns da. Sie war mir die beste Stütze und Trauerbegleiterin! Ich werde auch von so vielen anderen Menschen unterstützt, obwohl schon einige Zeit vergangen ist und manche Maria gar nicht gekannt haben. All diesen Menschen möchte ich von Herzen danken.

Maria Müllner verlor 2003 ihren langen Kampf gegen den Krebs – sie war erst 10 Jahre alt. Seitdem engagiert sich Maria’s Mutter, Beatrice „Mini“ Müllner, unermüdlich für die Kinder-Krebs-Hilfe Elterninitiative und unterstützt damit betroffene Familien in der schwersten Zeit ihres Lebens.

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