In Gedenken an einen großen Kämpfer und lieben Freund
Wir trauern um einen ganz besonderen Menschen!
Wolfgang Zwedorn, unser ehrenamtlicher Mitarbeiter, ist Ende Juli von uns gegangen .
Wolfgang erfuhr vor 3 Jahren, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist. Anstatt sich hängen zu lassen, kämpfte er und engagierte sich, gemeinsam mit seiner Frau Sabine, unermüdlich für krebskranke Kinder und Jugendliche . Kein Weg war ihm zu weit, keine Mühe zu viel .
Wolfgang und Sabine haben in den letzten drei Jahren unzählige Spenden gesammelt und den Familien Hoffnung und Mut geschenkt.
Wir sind sehr traurig und trauern um einen großartigen Menschen, einen lieben Freund und einen großen Kämpfer!
Unsere Gedanken sind bei Sabine und der Familie!
Wolfgang, DANKE für alles! Du bleibst unvergessen!



Plötzlich stupst Tamino ihn sanft an der Schulter und hebt den Blick mit gespitzten Ohren in Richtung der spielenden Kinder . Paul kann gar nicht anders als seinem Blick zu folgen. Da entdeckt Paul seine Schwester Nina. Bisher hat er sie seit dem er hier sitzt gar nicht wahrgenommen. Nina ist fröhlich in Mitten den anderen Kindern am Reitplatz und den Pferden- sie wird unterstützt von einer Therapeutin an ihrer Seite, aber das merkt er kaum. Er sieht nur sie und ihr fröhliches Gesicht und hört auf einmal ihr Lachen, sowie früher als sie zusammen ausgelassen gespielt hatten.
„Unsere Pferde sind darauf trainiert, uns Rückmeldungen über die menschliche Körpersprache zu geben“, erzählt Geschäftsführerin Mag. Zink, die gleichzeitig auch für die Ausbildung der Pferde zuständig ist. Sie stellt die spezielle Methode der Equotherapie beim Verein e.motion – Lichtblickhof vor: „Pferde haben von Natur aus ein sehr feines Sensorium für Muskelbewegungen, um die Anspannung und Entspannung der Menschen wahrzunehmen. Werden Pferde dementsprechend geschult, dann können sie menschliche Körpersprache deuten und den TherapeutInnen ein Feedback geben. Dieser Punkt unterscheidet die Equotherapie auch von anderen Reittherapien.“ Es dauert drei Jahre, bis die Pferde so weit sind, um sie in der Equotherapie voll einsetzen zu können. Wie die einzelnen Pferde ihr emotionales Feedback kommunizieren, ist ganz vom Typ abhängig. Ein Pferd kann aber nur „reagieren“ auf sein Gegenüber. Was genau die Lebensthemen sind, die oftmals einen Leidensdruck im Alltag erzeugen, muss in weiteren Gesprächen und Analysen mit den begleitenden TherapeutInnen herausgefunden und altersgerecht verbalisiert werden . „Ein Pferd zeigt nicht das spezielle Problem eines Kindes, aber es reagiert auf beispielsweise eine hohe Anspannung oder Stressverhalten, oder es nimmt besondere Fähigkeiten des Kindes wahr die gemeinsam mit dem TherapeutInnenteam zur Stärkung des Kindes ausgebaut werden können. „“
Ziel ist, dass Kinder und Jugendliche im Alter von 6-19 Jahren im Rahmen einer Therapie mit Pferden beim Verein e.motion- Lichtblickhof wieder Halt, Selbstvertrauen und einen besseren Umgang mit der Krankheit und der neuen Geschwistersituation untereinander finden.
In Zusammenarbeit mit der Elterninitiative der Kinder-Krebs-Hilfe Wien, NÖ unf Bgld. wird die Equotherapie seit 2003 onkologisch erkrankten Kindern und deren Geschwistern als regelmäßige Therapie angeboten. Die Vernetzung mit dem Psychologinnenteam des St. Anna Kinderspitals und des AKHs ist für die adäquate Unterstützung der Kinder und Jugendlichen bei den Therapeutischen Angeboten mit den Pferden von besonderer Bedeutung.